
Kinder.Sprachen.Zukunft: Hessen baut ein landesweites Kompetenzzentrum für sprachliche Bildung auf
Nach dem Auslaufen des Bundesprogramms bündelt Hessen Fortbildung und Transfer in einem Landeskompetenzzentrum mit Geschäftsstelle in Wiesbaden.
Aktuelle Entwicklung & fachlicher Hintergrund
Mit der Übergabe der Zuwendungsbescheide am 11. Februar 2026 in Wiesbaden ist das hessische Kompetenzzentrum für sprachliche Bildung und Förderung in der frühen Kindheit „Kinder.Sprachen.Zukunft“ in seine erste Förderphase gestartet – übergeben von Sozialministerin Heike Hofmann. Hintergrund: Nach dem Auslaufen des Bundesprogramms Sprach-Kitas (Juni 2023) halten die Länder die Strukturen unterschiedlich weiter – Hessen sichert die ehemaligen (Sprach-)Fachkraftstellen und Fachberatungen über ein Landesprogramm „Sprach-Kitas“ als Bestandssicherung noch bis zum 31.12.2026 und baut nun eine dauerhafte Landesstruktur darüber hinaus.
Getragen wird das Kompetenzzentrum von einem Konsortium aus der Arbeitsgruppe Inklusive Pädagogik und dem Zentrum für Informations- und Medientechnologie (ZIM) der Universität Paderborn unter Leitung von Prof. Dr. Timm Albers sowie der QiK OnlineAkademie (Marion Lepold); die Hauptgeschäftsstelle liegt in Wiesbaden. Ziel ist ein praxisgerechtes, wissenschaftlich fundiertes Gesamtkonzept, das auf dem hessischen Bildungs- und Erziehungsplan (BEP, 0–10 Jahre) aufbaut und ihn mit aktueller Forschung zu Sprachentwicklung, Mehrsprachigkeit, Medienbildung und Inklusion verbindet. Geplant sind u. a. qualitätsgesicherte Fortbildungen, digitale Lernressourcen, medienpädagogische Konzeptentwicklung und sogar KI-gestützte Beratung; nach der Auftaktveranstaltung im Juni 2026 soll das Praxisangebot landesweit sichtbar anlaufen. Adressaten sind Kitas, Kindertagespflege, Fachberatungen, Träger und Eltern.
Einordnung: Was bedeutet das für Kitas?
Das Kompetenzzentrum ist Hessens Antwort auf eine Lücke: Das Bundesprogramm Sprach-Kitas ist ausgelaufen, die Landesförderung der bisherigen Stellen ist als Bestandssicherung bis zum 31.12.2026 befristet. Mit „Kinder.Sprachen.Zukunft“ entsteht eine Struktur, die darüber hinaus tragen soll.
Für hessische Kitas und Fachberatungen ist das vor allem ein Planungssignal. Fortbildungen, digitale Lernressourcen und Beratung sollen künftig zentral und wissenschaftlich begleitet bereitstehen. Wie viel davon im Alltag ankommt, hängt von der Ausgestaltung nach dem Start ab. Der Beitrag nennt die Auftaktveranstaltung im Juni 2026 und den landesweiten Anlauf des Praxisangebots als nächste Schritte. Träger sollten beobachten, welche Angebote verfügbar werden, bevor die Bestandssicherung endet.
Praxistransfer & Handlungsimpulse
- Für Sprachförderkräfte: Beobachten Sie die Angebote des neuen Kompetenzzentrums (Fortbildungsportal, digitale Lernressourcen) – sie bündeln, was zuvor über das Bundesprogramm verstreut war. Nutzen Sie die Zeit bis Ende 2026, um Ihre Stelle als Bestandssicherung im Landesprogramm zu verankern und sich über die neue Struktur fachlich anbinden zu lassen.
- Für pädagogische Fachkräfte im Gruppenalltag: Verbinden Sie alltagsintegrierte Sprachbildung bewusst mit Mehrsprachigkeit und Medienbildung (z. B. mehrsprachige digitale Bilderbücher, Hörstifte). Das Kompetenzzentrum liefert hierfür wissenschaftlich geprüfte Materialien – prüfen Sie, welche Bausteine (z. B. zu KI-gestützten Alltagstools) sich für Ihre Gruppe eignen.
- Für Kita-Leitungen: Klären Sie mit Ihrem Träger, ob Ihre Einrichtung die Schwerpunkt-Kita-Pauschale nach § 32 Abs. 4 HKJGB inklusive Fachberatungspauschale (§ 32b) nutzt – diese Mittel können direkt die Sprachförderung stützen. Planen Sie Teamfortbildungen zum BEP-basierten Sprachbildungskonzept ein und nehmen Sie Kontakt zur neuen Landesstruktur auf, um langfristig von Netzwerken und Qualitätsentwicklung zu profitieren.
Häufige Fragen
Was ist „Kinder.Sprachen.Zukunft“? Das hessische Kompetenzzentrum für sprachliche Bildung und Förderung in der frühen Kindheit. Es ist nach der Übergabe der Zuwendungsbescheide am 11. Februar 2026 in die erste Förderphase gestartet.
Wer trägt das Kompetenzzentrum? Ein Konsortium aus der Universität Paderborn (Arbeitsgruppe Inklusive Pädagogik und ZIM, unter Leitung von Prof. Dr. Timm Albers) und der QiK OnlineAkademie, mit Hauptgeschäftsstelle in Wiesbaden.
Was passiert mit den bisherigen Sprach-Kita-Stellen? Hessen sichert die ehemaligen (Sprach-)Fachkraftstellen und Fachberatungen über das Landesprogramm „Sprach-Kitas“ als Bestandssicherung noch bis zum 31.12.2026.
Quellen & Referenzen
- Hessisches Ministerium für Soziales und Integration: „Sprachliche Bildung und Sprachförderung“ (Start Kompetenzzentrum Kinder.Sprachen.Zukunft, Landesprogramm Sprach-Kitas, HKJGB-Förderung) – https://soziales.hessen.de/kinder-und-jugendliche/fruehkindliche-bildung/sprachliche-bildung-und-sprachfoerderung
- Zukunftsforum Sprachbildung und -förderung (Vorläuferprozess) – https://zukunftsforum-sprache.de/
- Universität Paderborn, AG Inklusive Pädagogik (Prof. Dr. Timm Albers); QiK OnlineAkademie (Marion Lepold)
Dieser Beitrag wurde mit KI-Unterstützung recherchiert und aus den genannten Quellen zusammengestellt. Maßgeblich sind die verlinkten Originalquellen. Hinweise oder Korrekturen an admin@connect-social.de.